Am 23. November 2017 fand auf Wunsch des SPD – Vorstandes und der SPD – Fraktion im Ortsgemeinderat eine Besichtigung des Jugendzentrums im ehemaligen Pfalzwerke-Gebäude schräg gegenüber der SHELL-Tankstelle statt. Zugegen waren neben den langjährigen Jugendsozialarbeitern von der Verwaltung Bürgermeister Christoph Lothschütz, die VG-Beigeordnete Margit Schillo sowie der zuständige Abteilungsleiter Tobias Weber.

Das Gebäude war um 2000 von der Ortsgemeinde Schönenberg-Kübelberg gekauft worden und wird bis in die Gegenwart der Verbandsgemeinde kostenlos zweckgebunden für die Jugendsozialarbeit zur Verfügung gestellt. Damals gab es große Probleme mit Jugendgruppen, insbesondere auf dem Marktplatzgelände. In den Folgejahren entspannte sich die Situation in der Jugend-szene im Ort durch die engagierte und sachgerechte Arbeit der Mitarbeiterinnen deutlich.

Seit einiger Zeit flammten wieder Jugendprobleme am Marktplatz auf. Dies war The-ma im Ortsgemeinderat und für uns Anlass, uns selbst vor Ort ein Bild der aktuellen Situation zu machen. Bürgermeister Lothschütz möchte zunächst ein Konzept für die Jugendarbeit in der neuen VG „Oberes Glantal“ erstellt haben, wobei die Konzepte der Jugendzentren in Waldmohr und Schönenberg-Kübelberg sehr verschieden sind und deutlich unterschiedliche Finanzierungsgrundlagen haben. Hinzu kommt, dass aus der Verwaltung Andeutungen zu erkennen sind, die Jugendarbeit in Waldmohr zu konzentrieren. Damit wäre eine unabdingbare ortsnahe und niedrigschwellige Jugendarbeit in Schönenberg-Kübelberg – dem größten Ort des Kreises Kusel – deut-lich beeinträchtigt.

Bürgermeister Lothschütz betonte in sehr deutlicher Weise, dass für ihn Einsparun-gen im Gesamt-Haushalt der neuen Verbandsgemeinde „Oberes Glantal“ absolute Priorität haben, die Jugendsozialarbeit dabei auch auf dem Prüfstand stehe.

Für Bedenken sorgte in unserer Fraktion, dass die derzeitigen Personalressourcen von der Verwaltung für sachfremde Tätigkei-ten der allgemeinen Sozialarbeit und des Ordnungsamtes, wie Obdachlosenbetreuung, Flüchtlingsbetreuung oder Springertätig-keit bei der Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen, eingesetzt werden. Damit kommt es zwangsläufig zu Einschränkungen in der originären Aufgabe bei der präventiven Jugendarbeit bzw. aufsuchenden Jugendsozialarbeit. („Street-Working“). Hier wird es Aufgabe der Ortsgemeinde Schönenberg-Kübelberg sein, sich an den Personalkosten der Jugendsozialarbeit vor Ort deutlicher zu beteiligen, um ein sachgerechtes Angebot aufrecht zu halten

Nachdenklich stimmte uns auch bei der Besichtigung der für Jugendarbeit kostenlos zur Verfügung gestellten Räume, dass sie teilweise (schon ??? ) als Lager– und Abstellraum für VG-Zwecke genutzt werden.

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